AZAWAKH Standard: Vergleich zwischen dem 2011 SLAG Vorschlag und dem FCI Standard
Der Rassestandard der FCI (Fédération Cynologique Internationale) erstellt die Beschreibung und gibt Richtlinien für die jeweilige Hunderasse vor, die für alle Mitgliedsländer der FCI (die europäischen Länder, Südamerika, Asien und andere) verbindlich sind. Im Allgemeinen ist jedes Mitgliedsland verantwortlich für den Standard derjenigen Rassen, die ursprünglich aus ihrem Land stammen. Da Mali und Niger jedoch keine anerkannten FCI Mitgliedsländer sind, ist die Société Centrale Canine (SCC) in Frankreich, für den FCI Azawakh Standard verantwortlich, weil sie den ersten Standard für die Rasse bei der FCI eingereicht hat. Die SCC delegiert die Verwaltung dieses Standards an den Rasse-Club, der die Rasse Azawakh betreut, in diesem Fall der SLAG (Club du Sloughi, des Lévriers d'Afrique et du Galgo).
Vor Kurzem haben einige Mitglieder des SLAG Vorstands, ohne Rücksicht auf die Züchter oder deren Einbeziehung, beschlossen, diesen Standard zu ändern, indem sie unter Anderem die erlaubte Ausdehnung der Weiß Scheckung und die erlaubten Fellfarben und Zeichnungen genau definieren. Dieses Standard Projekt ist vom Komitee des SLAG am 22/01/2011 angenommen worden. Bevor dieser Standardentwurf von der FCI als rechtswirksam anerkannt werden kann, wurde er nun zur Überprüfung und eventuellen Anerkennung an die SCC weiter geleitet, um zu entscheiden, ob diese Fassung an die FCI weiter geschickt wird oder nicht. Wenn der Standardentwurf in der neuen Form angenommen werden sollte, so ist er dann die neue gültige Version des Standards des Azawakh (in schwarz), der dann für alle Züchter und Richter der Mitgliedsländer der FCI verbindlich sein wird. (Kommentare sind von Züchter aus verschiedene Länder).
Point

Proposition de Standard
(Comité du SLAG - 22/01/2011)

Standard FCI des Azawakhs
(F.C.I. N°307 / 03.06.1998 / D AZAWAKH)
Übersetzung : Frau Michèle Schneider.

KLASSIFIKATION FCI   Gruppe 10 Windhunde.
Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
Kommentar Nr 0 -
URSPRUNG Nördlicher äußerster Rand Malis und Nigers; die Abhänge des Azawakh Tal Mali.
Kommentar Nr 1

* Soll hier der Ursprung der Vorfahren der Rasse in Europa bestimmt werden oder beschreibt es die vermutete Herkunft der "Original Abstammung"? Im letzten Fall, auf welcher Grundlage kann man behaupten, daß dieser Hund vor tausenden von Jahren nur in dieser Gegend anzutreffen war ?

* Ursprung Mali, da mit Sicherheit man nicht davon ausgehen kann das nur in dem Bereich des Azawakhtals  sich die Tuaregnomaden  aufgehalten haben !

* Mittleres Nigerbecken, umfaßt Teile der Staaten Mali, Niger, unter anderem das Azawakh Tal,sowie die Provinz Oudalan in Burkina Faso

Patenschaft Frankreich PATRONAT : Frankreich.
Kommentar Nr 2

* Patronat ist Patenschaft geworden.

* Warum nicht mehr Patronat Frankreich ?

VERWENDUNG Jagd auf Sicht für die Einnahme des Wildes (Gazelle, Hase, Strauß) und der Kampf gegen die Räuber (Hyäne, Schakal, Löwe). Dieser Hund ist für die Nomaden ein wichtiger Begleiter des häuslichen Lebens, der das Leben des Feldlagers teilt. Gehörend Zur Kultur der Völker, die ihn zahm gemacht und gestaltet haben, ist er Oska in der tuareg Sprache genannt. VERWENDUNG : Jagd auf Sicht. Die Nomaden sahen in ihm zudem Prunktier und Gefährte.
Kommentar Nr 3

*Seine Funktion als Wachhund des Lagers im "Kampf gegen die Räuber" könnte hervorgehoben werden.
Besitzer und Züchter dieser Hunde sprechen nicht alle die Tuareg Sprache und benutzen nicht alle den Begriff "Oska", der nur von einem Teil der Besitzer dieser Hunde benutzt wird.

* Jagd auf Sicht, Wächter der Vieherden und des Lagers, Prunktier und Gefährte

* Es reicht aus die Bezeichnung das die Hunde zur Jagd auf Sicht benutzt wurden. Zudem bei den Nomaden Hüter des Lagers waren und sind sowie Prunktier und Gefährte.

KURZE HISTORISCHE ÜBERSICHT Es ist ein absteigender afrikanischer Windhund der Modelle, die in der parietalen Kunst der Zentralsahara dargestellt wurden, die von mehreren Millennien datiert wurde. Die zunehmende Trockenheit der Sahara hat den Pastor-Jäger Touaregs, Dahoussahaqs und Peuls geführt, mit ihren Hunden zu gastfreundlicheren Gegenden von Sahel zu wandern. Es ist dort in den Zonen, die für die Zucht und für die Jagd günstig sind, die das trockene Tal Azawakh begrenzen, daß europäische Liebhaber ihn mit Bewunderung entdeckt haben, und dann auf den Anweisungen der Züchter die ihn besaßen die ersten Geschlechter ausgewählt, die nach Europa ab 1968 exportiert wurden. KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Es handelt sich hierbei um einen afrikanischen Windhund afro-asiatischen Modells, der in Europa gegen 1970 erschien. Er stammt aus dem Becken des mittleren Niger, u.a. aus dem Tal des Azawakh. Seit Hunderten von Jahren ist er der Begleiter von Nomaden der Süd-Sahara.
Kommentar Nr 4

* Seine Entstehung nur auf das Azawakhtal beschränken zu wollen, ist völlig neu. Die Beschreibung der aktuellen Version des Standards (1998) scheint klar genug und beschreibt besser die Herkunft der beobachteten und eingeführten Hunde (im Dreiländereck von Mali, Niger und Burkina Faso), und die der Ursprunghunde der Rasse in Europa, ab 1970.

* Ich stimmer diesen Kommentar zu. das Projekt beschränkt « die UrsprungsSAGA » zu sehr auf die Tuareg und die Region Azawakhtal

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD Besonders hochläufig (schlank) und elegant, vermittelt der Azawakh-Windhund insgesamt den Eindruck hohen Adels (Feinheit). Knochengerüst und Muskulatur bleiben unter dünnem und trockenem Bindegewebe sichtbar. Dieser Windhund ist hochläufig, und sein Körper lässt sich mit einem hochgestellten Rechteck umschreiben. Es handelt sich hierbei um einen afrikanischen Windhund afro-asiatischen Modells, der in Europa gegen 1970 erschien. Er stammt aus dem Becken des mittleren Niger, u.a. aus dem Tal des Azawakh. Seit Hunderten von Jahren ist er der Begleiter von Nomaden der Süd-Sahara.
Kommentar Nr 5 unverändert
WICHTIGE PROPORTIONEN · Körperlänge / Widerristhöhe : 9 : 10.
Bei Hündinnen kann dieses Verhältnis leicht überschritten werden.
· Brusttiefe / Widerristhöhe : etwa 4 : 10.
· Fanglänge / Kopflänge : 1 : 2.
· Schädelbreite / Kopflänge : 4 : 10.
· Körperlänge / Widerristhöhe : 9 : 10.
Bei Hündinnen kann dieses Verhältnis leicht überschritten werden.
· Brusttiefe / Widerristhöhe : etwa 4 : 10.
· Fanglänge / Kopflänge : 1 : 2.
· Schädelbreite / Kopflänge : 4 : 10.
Kommentar Nr 6 unverändert
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) lebhaft, aufmerksam, entfernt, reserviert ist er gegenüber den Fremden und kann sogar manchmal unnahbar (wild) erscheinen; aber er kann mit jenen zart und liebvoll sein, die er anzunehmen geruht

Lebhaft, aufmerksam, distanziert; Fremden gegenüber ist er reserviert, manchmal sogar unnahbar, aber er kann zu Leuten, die er anzunehmen geruht, sanft und liebevoll sein

Kommentar Nr 7 unverändert, bis auf "manchmal unnahbar (wild) erscheinen".
KOPF

Er ist lang, fein, trocken, ziseliert, ziemlich schmal, dabei ohne Übermaß.

KOPF : Er ist lang, fein, trocken, ziseliert, ziemlich schmal, dabei ohne Übermab.
Kommentar Nr 8 unverändert
SCHÄDEL Fast flach, eher länglich. Die Schädelbreite muss deutlich weniger als die halbe Kopflänge betragen. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang verlaufen oft nach vorn leicht divergent. Augenbrauenbogen und Stirnfurche sind wenig ausgeprägt. Der Hinterhauptkamm hingegen tritt deutlich hervor, und der Hinterhaupthöcker ist ausgeprägt OBERKOPF
Schädel : Er ist nahezu flach, eher länglich. Die Schädelbreite mub deutlich weniger als die halbe Kopflänge betragen. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang verlaufen oft nach vorn leicht divergent. Augenbrauenbogen und Stirnfurche sind wenig ausgeprägt. Der Hinterhauptkamm hingegen tritt deutlich hervor, und der Hinterhaupthöcker ist ausgeprägt.
Kommentar Nr 9 * Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang sind in der Tat OFT leicht divergent (nicht nur manchmal). Schade, dass die Richtung der Divergenz der Achsen nicht mehr festgelegt ist.
STOP Sehr wenig ausgeprägt. Stop : Sehr wenig ausgeprägt.
Kommentar Nr 10 unverändert
GESICHTSSCHÄDEL - Nasenschwamm : Nur schwarz, die Nasenlöcher sind gut geöffnet.
- Fang : Lang, gerade, nach vorne ohne Übertreibung sich verjüngend.
- Kiefer / Zähne : Kiefer lang und kräftig. Scherengebiss.
- Backen : Flach.
- gut dichte feine Lippen von schwarzer Farbe; nicht oder wenig Lefze (Lippen ?)
- Augen : Mandelförmig, ziemlich groß, leicht schräge palpebrale Öffnung, ihre Farbe ist dunkel oder bernsteinfarben, niemals blau.
- Die Lider sind schwarz pigmentiert.
- Ohren : Ziemlich hoch angesetzt. Sie sind dünn, immer herabhängend und flach, mit ziemlich breiter Basis, gut an den Backen anliegend, niemals ein " Rosenohr ". Sie haben die Form eines Dreiecks mit abgerundeter Spitze. Ihre Basis richtet sich beim aufmerksamen Windhund auf.
- Hals : Gut abgesetzt, lang, dünn und muskulös, leicht gebogen höheren Profil. Die Haut ist dünn und bildet keine Wamme.
Nasenschwamm : Die Nasenlöcher sind gut geöffnet. Der Nasenschwamm ist schwarz oder braun.
Fang : Lang, gerade, nach vorne ohne Übertreibung sich verjüngend.
Kiefer / Zähne : Kiefer lang und kräftig. Scherengebib.
Backen : Flach.
Augen : Mandelförmig, ziemlich grob. Ihre Farbe ist dunkel oder bernsteinfarben. Die Lider sind pigmentiert.
Ohren : Ziemlich hoch angesetzt. Sie sind dünn, immer herabhängend und flach, mit ziemlich breiter Basis, am Schädel anliegend, niemals ein " Rosenohr ". Sie haben die Form eines Dreiecks mit leicht abgerundeter Spitze. Ihre Basis richtet sich beim aufmerksamen Windhund auf.
Kommentar Nr 11

* Für den Nasenschwamm, die Lippen und Lider eine unbedingt schwarze Farbe zu fordern, ist der Genetik der Farben entsprechend nicht realistisch.
Nasenschwamm: in der Genetik im Fall der roten Fellfärbung, kann die Nase schwarz, braun oder fauve sein. Dazu sieht man nicht selten, bei Azawakhs  hellere oder braune Nasen, oder Augenlider, die besonders häufig saisonal (im Winter) auftreten.Auszüge der Arbeit "Nomenklatur der Fellfarben beim Hund" der Zootechnische Kommission der SCC und Professor Denis:
"Mit dem Fauve, kann die Nase schwarz, braun oder fauve sein." Und an "Nasen, Lippen und Augenlidern die richtige Pigmentierung zu haben an Hunden, deren Kopf teilweise weiß ist, ist ein echtes Problem und ein langfristiges Werk !" Letztlich ist diese Selektion "gegen die Natur". "

* Die Farbe der Leftzen des Nasenschwamms sowie die Pigmentierung der Augenlider unterliegt der Fellfarbe so kann ein hellroter Hund auch seiner Haarfarbe entsprechender Pigmentierung aufweisen. Auch kann die Pigmentierung der Nase z. B. im Sommer schwarz und im Winter aufgehellt sein.

* Ich stimme zu. Pigmentierung von Lippen, Lidrändern und Nasenschwamm, korrespondieren mit der Fellfärbung und sind keineswegs immer schwarz. Lidränder und Lippen anders als schwarz gilt als ausschließender Fehler. Dann wären etwa die Hälfte aller derzeitigen Azawakhs nicht mehr standardgerecht..Sowohl rote als auch Hunde mit schwarzer Stromung zeigen eher braune Lippen und Lidränder (besonders bei fehlender Sonneneinstrahlung. Wo ist die Unterscheidung zwischen einerseits erlaubten, bernsteinfarbenen Augen und dem als ausschließender Fehler aufgeführten hellen oder Raubvogelauge ?

HALS

- Hals : Gut abgesetzt, lang, dünn und muskulös, leicht gebogen höheren Profil. Die Haut ist dünn und bildet keine Wamme.

Gut abgesetzt, lang, dünn und muskulös, leicht gebogen. Die Haut ist dünn und bildet keine Wamme.
Kommentar Nr 12 unverändert
KÖRPER

- Gerade obere Profillinie, waagerecht, zur Hüfte hin leicht ansteigend,

- Widerrist gut hervortretend,
- Lenden kurz und trocken,
- Hüftenhöcker deutlich hervortretend und höher als die Höhe des Widerrist,

- Kruppe schräg (ideal 45°), aber nicht zu stark abfallend,
- Vorbrust nicht sehr breit,
- Brust von gut entwickelter Länge, tief, gegen das Sternum hin langsam verengen : drei Punkte der Brustkapazität eines Grundläufers,

- Rippen lang, sichtbar, leicht und regelmäßig bis zum Brustbein hin gerundet.
- Untere Profillinie : Der Brustbeinbogen ist betont und geht ohne Unterbruch

in den bis sehr hoch unter die Lendenwölbung aufgezogenen Bauch über.

 

Obere Profillinie : Nahezu gerade verlaufend, horizontal oder zur Hüfte hin leicht ansteigend.
Widerrist : Gut hervortretend.
Lenden : Kurz, trocken und oft leicht gewölbt.
Hüfthöcker : Deutlich hervortretend und stets auf gleicher Höhe mit dem Widerrist oder höher liegend.
Kruppe : Schräg, aber nicht zu stark abfallend.
Vorbrust : Nicht sehr breit.
Brust : Von gut entwickelter Länge, tief, jedoch nie bis zu den Ellenbogen hinabreichend. Sie ist nicht sehr breit, mub aber für das Herz genügend Volumen bieten; deshalb darf sich der Brustkorb gegen das Sternum hin nicht plötzlich verengen.
Rippen : Lang, sichtbar, leicht und regelmäbig bis zum Brustbein hin gerundet.
Untere Profillinie und Bauch : Der Brustbeinbogen ist betont und geht ohne Unterbruch in den bis sehr hoch unter die Lendenwölbung aufgezogenen Bauch über.

Kommentar Nr 13

* Wenn die obere Profillinie zur Hüfte ansteigend sein sollte, kann es nicht waagerecht sein. Die Beschreibung des aktuellen Standard ist genauer.

* Die Oberlinie : Nahezu gerade verlaufend, horizontal oder zur Hüfte hin leicht ansteigend. so steht es im aktuellen  Standart und ist damit klarer definiert !

* Anmerkung zur Lende. Die Formulierung im neuen Entwurf läßt « of leicht gewölbt » aus, das im aktuellen Standard betont wird. Diesbezüglich finde ich den Standardentwurf besser, den eine geölbte Lendenpartie steht im Widerspruch zu einer geraden, bzw zur Hüfte hin leicht ansteigenden Rückenlinie. Es ist anatomisch nicht möglich eine gewölbte Lende gleichzeitig mit einer Rückenlinie zu haben, die zur Hüfte hin ansteigend ist. Ein Widerspruch in sich !!

RUTE Tief angesetzt, lang, dünn, trocken und schlank auslaufend. Vom gleichen Haar wie der Körper bedeckt, einen weißen Pinsel an ihrem Ende ist obligatorisch. Sie ist herabhängend mit leicht aufgebogener Spitze; wenn der Hund erregt ist, kann sie über der Horizontalen getragen werden. Tief angesetzt, lang, dünn, trocken und schlank auslaufend. Sie ist vom gleichen Haar wie der Körper bedeckt und trägt an der Spitze einen weiben Pinsel. Sie ist herabhängend mit leicht aufgebogener Spitze; wenn der Hund erregt ist, kann sie über der Horizontalen getragen werden.
Kommentar Nr 14

* Werden dann alle Hunde, die fehlenden weißen Pinsel haben, von der Zucht ausgeschlossen?

* Bei unseren Hunden handelt es sich um Irish spotting Scheckung  Si daher ist an der Rutenspitze ein mehr oder weniger ausgeprägter Pinsel zu finden teilweise reduziert auf ein Haar,
werden diese Hunde dann aus der Zucht genommen ?
Es sollte heißen : weiße Rutenspitze in der Ausdehnung eines Pinsels bis hin zu einem Haar!

GLIEDMASSEN
VORDERHAND

Lang, dünn, senkrecht. Absolut gerade gestellt.
Schultern : lang, trocken bemuskelt und, im Profil betrachtet, wenig schräg gestellt. Der Winkel Schulterblatt-Oberarmknochen ist sehr offen (ungefähr 130°).
Pfoten von rundlicher Form, mit dünnen, engstehenden gut gebogene Zehen; die Ballen sind pigmentiert.

Allgemeines : Lang und trocken. Absolut gerade und senkrecht.
Oberschenkel : Lang, mit hervortretender, trockener Bemuskelung. Der Winkel Hüftbein-Oberschenkelknochen ist sehr offen (ungefähr 130°).
Kniegelenk : Der Winkel Oberschenkelknochen-Schienbein ist sehr offen (ungefähr 145°).
Hintermittelfub : Fubwurzel und Hintermittelfub sind gerade und trocken, ohne Afterkrallen.
Hinterpfoten : Von rundlicher Form. Die Ballen sind pigmentiert.

Kommentar Nr 15

* In Anwesenheit des weißen Stiefeln sind Ballen nicht immer pigmentiert, selbst bei einer guten generellen Pigmentierung.

* Bei Hunden mit weißen Stiefeln und weißen Krallen sind nicht völlig auspigmentierte Ballen häufig selbst wenn sie ansonsten eine gute Pigmentierung aufweisen

* Schließe mich Euch beiden an. Dasselbe gilt auch für Kommentar Nummer 16

HINTERHAND Lang und trocken. Absolut gerade und senkrecht.
Oberschenkel : Lang, mit hervortretender, trockener Bemuskelung. Der Winkel Hüftbein-Oberschenkelknochen ist sehr offen (ungefähr 130°).
Kniegelenk : Der Winkel Oberschenkelknochen-Schienbein ist sehr offen (ungefähr 145°).
Hintermittelfuß : Fußwurzel und Hintermittelfuß sind gerade und trocken, ohne Afterkrallen.
Pfoten von rundlicher Form, gut gebogene Zehen. Die Ballen sind pigmentiert.
Allgemeines : Lang und trocken. Absolut gerade und senkrecht.
Oberschenkel : Lang, mit hervortretender, trockener Bemuskelung. Der Winkel Hüftbein-Oberschenkelknochen ist sehr offen (ungefähr 130°).
Kniegelenk : Der Winkel Oberschenkelknochen-Schienbein ist sehr offen (ungefähr 145°).
Hintermittelfub : Fubwurzel und Hintermittelfub sind gerade und trocken, ohne Afterkrallen.
Hinterpfoten : Von rundlicher Form. Die Ballen sind pigmentiert.
Kommentar Nr 16 * In Anwesenheit des weißen Stiefeln sind Ballen nicht immer pigmentiert, selbst bei einer guten generellen Pigmentierung.
GANGWERK Immer sehr geschmeidig mit hoher Aktion, vor allem im Trab und Schritt. Sprunghafter Galopp. Der Azawakh vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit und Elastizität. Der Bewegung kommt bei dieser Rasse essentielle Bedeutung zu.

Immer sehr geschmeidig, vor allem im Trab und Schritt mit hoher Aktion der Läufe. Sprunghafter Galopp. Der Azawakh vermittelt sehr den Eindruck von Leichtigkeit und Elastizität. Der Bewegung kommt bei dieser Rasse essentielle Bedeutung zu.

Kommentar Nr 17 -
HAARKLEID Die Haut ist dünn, am gesamten Körper straff anliegend. Das Haar ist kurz, dünn, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduziert. Fauve mit an den Enden begrenzte Scheckung. Alle Farbnuancen vom hellen Sandfarben bis zum dunklen Fauve (mahogany), mit oder ohne Strömung die nur schwarz sein darf, alle andere Nuancen ausgeschlossen, sind zulässig. Unter 'Farbe'
Kommentar Nr 18

* Die Stromung ist glücklicherweise endlich bei den akzeptierten Farben, anstatt nur "zugelassen" zu sein.
"alle andere Nuancen ausgeschlossen": ist das bezüglich der Stromung oder der Farbnuancen gemeint?
Es gibt Varietäten von Nuancen und von Haarfarben, die von  Hunden in Europa und in ihren Ursprungsländern getragen werden, die von diesem "europäischen" Standard ausgeschlossen sind (die Redakteuren des ersten Standards haben zu gegeben das sie nur die üblichsten Farben ausgesucht haben). Sehr zahlreiche Zeugenaussagen während der letzten Jahrzehnte erhärten diese Tatsache. Dieser Ausschluss führt zur weiteren Reduzierung des genetischen Potenzials der Rasse und zusätzlich zum Verschwinden dieser Haarfarben.

* Schwarze Stromung ist eine akzeptierte Farbe endlich.
Die Aufhellungen  bzw.Verdünnungen von Farben, Nuancen sollten berücksichtigt werden im Standart

* Farb- und  Zeichnungsvarietäten sollten endlich den Ergebnissen von zwei Jahrzehnten Sammlung empirischer Daten, Fotos und Videomaterial angeglichen werden. Stimme Corine´s Ausführungen zu

HAUT Unter 'HAARKLEID' Dünn, am gesamten Körper straff anliegend.
Kommentar Nr 19 -
ERKLÄRUNG ZUR SCHECKUNG

A – An den Gliedern : Jedes der vier Glieder umfaßt ein weiße Abzeichnung, wenigstens in Form von Spur auf dem Fuß. Zu einem Exemplar, das eine hervorragende Morphologie hat, wird das Fehlen von weiße spuren auf einem Mitglied toleriert.

Forderbeine : die oft unregelmäßigen Abzeichen dürfen auf keinen fall über die Ellbogen hinaufgehen, noch auf den Schultern übertreten.

Hinterbeine : die oft regelmäßigeren und weniger ausgedehnte Abzeichen dürfen nicht auf dem Schenkel hinaufgehen. Weiße Spuren, die innerhalb dieser erscheinen, müssen jedoch nicht als ein Fehler angesehen werden.

B - Brustfleck :
Der Brustfleck kann in Form von mehr oder weniger ausgedehnten weißen Flecken anwesend sein, die auf die Basis des Halses begrenzt sind. Dieser Brustfleck darf weder das niedrigerer Ende des Schulterblattes überschreiten, noch von jeder Seite des Halses hinaufgehen. Ein kleiner weißer Fleck auf dem Nacken von eingeschränkter Dimension wird toleriert.

C - an der Brust :
In der Verlängerung der Brusflecke können weiße Flecke unter der Brust erscheinen, aber müssen auf keinen fall entlang der Rippen hinaufgehen.

D – Blesse :
Sehr unregelmäßig, sie ist meistens auf die Schnauze beschränkt. Der Kopf kann eine schwarze Maske haben.

Unter 'Farbe'
Kommentar Nr 20

* Viel Glück für die Richter!
Seit langem verstehen zahlreiche Eigentümer und Züchter nicht, warum ihr Hund, entsprechend den Richtern, manchmal mit " zuviel Weiß " oder manchmal mit " zu wenig Weiß " beschrieben werden. Zu beurteilen, wieviel Weiß das Haarkleid des Azawakhs genau haben sollte, ist schon immer ein Rätsel gewesen und hängt von der Interpretation des Standards und dem Geschmack der Richter ab.
Bei unserem heutigen Standard  hat die Farbe des Azawakhs eine beschränkte Scheckung, die auch als Irish Spotting bekannt ist, die wie folgt in der Kynologie beschrieben ist:
"Der Hauptteil des Haarkleides ist durch die ursprüngliche Farbe dominiert. Die minimale Ausdehnung wird durch ein paar weiße Haare auf der Brust dargestellt. Die maximale Ausdehnung zeigt weiße Stiefel an den Gliedmaßen, weisse Flecken an der Brust, dem Bauch, dem Hals und am Kopf eine Blesse. Das Erscheinungsbild einer Halskrause kennzeichnet die extremere Ausbreitung dieser Scheckung. "
Im Fall des aktuellen Azawakh Standards ist die minimale Ausbreitung  nicht beantragt, da der Hund weiß an den Gliedmassen, Brust und Schwanz haben muss. Es ist infolgedessen äußerst schwer, zu vermeiden, daß sich weiße Flecken auf beiden Seiten des Halses und dsr Brustkorbs ausdehnen.
Darüber hinaus erhalten die Gene, die die verschiedenen Scheckungen bestimmen aber in einer unbeständigen Weise, unvollständige Dominanz. Hunde, die genetisch eine unregelmäßige Scheckung (Pie) haben, können zum Beispiel eine beschränkte Scheckung ausdrücken … Die Gene tragen auch, auf sehr wichtige Weise, die Wirkung der Modifier-Gene, die die Grenzen für jede Scheckung Klasse mit denjenigen von angrenzenden Klassen verschwimmen lassen.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen und auf der Beobachtung der vielfältigen Scheckungen der Hunde des Azawakh-Tales (und rund um)... scheint es nicht nur unrealistisch, sondern auch äußerst gefährlich für die Zukunft der Rasse, eine Auswahl der Hunde über die Ausdehnung ihrer weißen Abzeichen zu treffen.

* Es ist ja schonmal erfreulich das bei dem Fehlen eines weißen Abzeichens es sich immer noch um einen Azawakh handelt.
Farbgenetisch haben wir Irish spotting Schecken :
si = weiße Abzeichen an den Extremitäten, Unterpartie und Hals ( Little )
si = Brust, Pfoten Bauch Schnauze u. Schwanzspitze ( Allen )
si = weiße Abzeichen an Pfoten, Brust Blesse und Halskrause ( Willis )
S Vollfarbgen ist meist dominant über dem Scheckungsgen si
S si zeigt sich daher meist als einfarbig rot.
si si wiederrum (mehrzahl unserer Azawakhs) wird meist durch plus oder minus Modifikatorenin in der Ausprägungung der Abzeichen beeinflusst, die man nicht züchterisch beeinflussen kann.
So zeigt sich durch minus Modifikatoren eine verstärkte Ausprägungung von weißen Abzeichen und von Plus Modifikatoren eine verringerte Ausprägung weißen Abzeichen.

* Habe diesen Ausführungen nichts hinzuzufügen. Stimme zu.

HAAR Unter 'Farbe' Kurz, dünn, am Bauch bis zur Haarlosigkeit reduziert.
Kommentar Nr 22 -
FARBE Unter 'Farbe''und 'Erklärung zur Scheckung' FARBE : Lohfarben; die Scheckung ist auf die Gliedmassen beschränkt. Alle Farbnuancen vom hellen Sandfarben bis zum dunklen Fauve sind zulässig. Der Kopf kann eine schwarze Maske zeigen oder auch nicht, und die Blesse zeigt sich sehr unregelmäbig. Zur Farbausstattung gehört ein weisser Brustfleck und ein weiber Pinsel an der Rutenspitze. Alle vier Gliedmaben müssen weibe " Stiefel " aufweisen, zumindest müssen an den Pfoten Spuren von Weib vorhanden sein. Schwarze Stromung ist zugelassen.
Kommentar Nr 23 -
GRÖSSE UND GEWICHT Widerristhöhe : Rüden : Zwischen 64 und 74 cm.
Hündinnen : Zwischen 60 und 70 cm.
Gewicht : Rüden : Ungefähr 20 bis 25 kg.
Hündinnen : Ungefähr 15 bis 20 kg.
Widerristhöhe : Rüden : Zwischen 64 und 74 cm.
Hündinnen : Zwischen 60 und 70 cm.
Gewicht : Rüden : Ungefähr 20 bis 25 kg.
Hündinnen : Ungefähr 15 bis 20 kg.
Kommentar Nr 24 -
FEHLER Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
· Allgemeine Erscheinung : Schwer.
· Schädel zu breit.
· Betonter Stop.
· Körper zu lang.
· Starke Depigmentierung des Nasenschwammes.
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
· Allgemeine Erscheinung : Schwer.
· Schädel zu breit.
· Betonter Stop.
· Körper zu lang.
· Hüfthöcker deutlich tiefer liegend als der Widerrist.
· Starke Depigmentierung des Nasenschwammes.
Kommentar Nr 25 -
AUSSCHLIESSENDE FEHLER

1 - Allgemeinen Ausdruck
· Mangel an Typ (insbesondere, wenn dies auf eine jüngst erfolgte Kreuzung mit einer anderen Rasse hinweist).
· Hüfthöcker tiefer liegend als der Widerrist.
. Schwerer Kopf
. Dicke und haarige Rute, Ringelrute
· Nicht unfallbedingte, starke anatomische Mibbildung.
· Vor- oder Rückbib.

2 - Farbe und Kleid:
· Nicht standardgerechtes Haarkleid : Ausgedehnte weiße Abzeichen, weiße halskrause, Strömung anders als schwarz.
. Nasenschwamm und Schleimhäute anders als schwarz
· Drahthaar oder halblanges Haar.
· Helles Auge, sog. Raubvogelauge, oder blaues Auge.

3 – Anderes

. Hinterkrallen oder Spur der Entfernung Krallen an den Hinterbeinen.
· Abweichung in der Größe um mehr als 3 cm von der Standardnorm.
. Monorchidie und cryptorchidie
· Angriff aggressives Wesen.

· Mangel an Typ (insbesondere, wenn dies auf eine jüngst erfolgte Kreuzung mit einer anderen Rasse hinweist).
· Nicht unfallbedingte, starke anatomische Mibbildung.
· Nicht erworbene, zur Invalidität führende Anomalie.
· Jeder erkennbare erhebliche Mangel.
· Vor- oder Rückbib.
· Helles Auge, sog. Raubvogelauge.
· Rippen, die im unteren Brustbereich nach innen gewölbt sind, so dab die Brust das Aussehen eines " Geigenkastens " annimmt.
· Nicht standardgerechtes Haarkleid.
· Drahthaar oder halblanges Haar.
· Fehlen von irgendwelchen weissen Abzeichen an einer oder mehreren Gliedmassen.
· Abweichung in der Gröbe um mehr als 3 cm von der Standardnorm.
· Panisch-ängstliches oder bis zum Angriff aggressives Wesen.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Kommentar Nr 26

* Die Hüfthöcker tiefer liegend als der Widerrist, was bis jetzt ein "dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte" Fehler war, wird hier ein ausschliessender Fehler. Man muss hierbei vorsichtig sein. Ein unter Ausstellungsbedingungen  schüchterner Azawakh, der auf seinen Gliedern nicht richtig steht, kann sich unberechtigter Weise ausgeschlossen werden. Da dieser Fehler hier ausschliessend ist, wäre es nicht richtiger, wie im jetzigen Standard, es als "DEUTLICH tiefer liegend" zu bescheiben ?
Nicht unfallbedingte, starke anatomische Mibbildung, Vor - oder Rückbib sowie Monorchidie und cryptorchidie sind generell ausschliessend zur Zucht. Ist das nützlich, es zu präzisieren?
Es ist nicht nötig über, Haarkleid, Schleimhäute und Nasenschwamm Farben wieder Kommentare zu geben, die weiter oben im Text schon detailliert aufgeführt sind.
Was wird mit hellem Raubvogelauge beschrieben? In der Kynologie entspricht dieser Ausdruck gewöhnlich gelben Augen. Es wäre vielleicht nützlich, genauer zu sein. Die Farbe des Auges wird, insgesamt, unabhängig von der Farbe des Haarkleides übertragen: sogar  die blauen Augen sind fähig, sich mit irgendeiner Haarkleid Farbe zu treffen. Trotzdem sind einige Gene, die Haarkleid Farben bestimmen, fähig die Farbe des Auge zu beeinflussen. Aber im allgemeinen, wenn die Farbe des Auges zu der Farbe eines angenommenen Haarkleides passt, sollte sie als richtig betrachtet sein.

Einziger positiver Punkt der Neuigkeiten in diesem vorgeschlagenen Standard : die Wesenfehler betreffende Änderung : "Angriff aggressives Wesen", ist willkommen! Die aktuelle Version, wegen dem "ängstlichen Wesen", widerspricht teilweise die Beschreibung des Wesens und ist in der Übersetzung verwirrend in einigen Sprachen der FCI.

* Ich weise auf Kommentar 20 hin, die Farbe des Auges ist abhängig von der Fellfarbe und kann in der Intensität der Farbe variieren, ein dunkles Auge wird bevorzugt.

* Mein Vorschlag zum deutlich tiefer liegenden Hüfthöcker…..man sollte die Hunde in der Bewegung beurteilen. Da dort eine wirklich abfallende Rückenlinie (die im Stand durch eine ängstliche Körperhaltung entstehen kann) gut zu sehen ist. Wann Haar halblang ist, wann ein Mangel an Typ vorliegt etc. ist doch sehr subjektiv……Ringelruten (oft gar nicht erkennbar, da die Rute aus Ängstlichkeit im Ring fast immer eingeklemmt ist) Da die Vererbung dicker oder etwas behaarterer Ruten sehr gut züchterisch zu beeinflussen ist, wurde in den letzten 2 Jahrzehnten durch den Einsatz von Hunden mit ebensolchen Merkmalen zu genüge bewiesen. Dies als ausschließenden Fehler und nicht nur als Fehler zu beurteilen, schränkt den Genpool unnötig ein.

B E M E R K U N G

* Der Azawakh ist eine Rasse, die unter Berücksichtigung seiner wenigen Vertreter selten ist und  außerhalb Afrikas wenig gezüchtet wird. Trotz der Integration einiger aus der Ursprungsregion importierter Hunde in den europäischen Genpool  im Laufe dieser letzten Jahre, sind die Gründertiere der Rasse in Europa genetisch immer noch in sehr großem proportionalen Anteil im heutigen Genpool vertreten. Es ist wichtig, die genetische Variabilität der Rasse, zu erhöhen oder zumindest, zu versuchen  den bisheriggen Grad der Variabilität aufrecht zu erhalten, um die morphologischen, funktionalen und Gesundheitsqualitäten der zukünftigen Generationen zu sichern. Die Berufung auf den Import von Tieren aus den Ursprungsländern der Rasse ist das logischste Mittel, diese genetische Variabilität zu erhöhen.

Sich nun zu bemühen zu glauben, dass nur die von einer sehr beschränkten geographischen Fläche abstammenden Windhunde (oder von ganz bestimmten Eigentümern), die Einzigen sind, die für rein gehalten werden können, beinhaltet es gleichzeitig zu sagen, daß die Gesamtheit der Azawakh Rasse von zahlreichen "Bastarde" abstammt, und davon sogar ein Teil der Hundezu Beginn, als der erste Standard erstellt wurde. Die Windhunde aus dem Becken des mittleren Niger, mit gleicher Morphologir, mit gleichen Funktion und Lebensmodus, aber mit einiger Variation von Farbe und von Knochenstärke, leben auf einer geographisch ausgebreiteteren Fläche als derjenigen, die in diesem Standardentwurf beschrieben ist (wie es der gültige Standard wirklich unterstreicht). Was schließlich, auf neue und überraschende Weise, die Rasse zu einer einzigen "Unterfamilie" oder einer homogenen hochtypischen Varietät der Gesamtpopulation reduziert.

Die letzte Änderung ( 2004 ) der EU Importgesetze hatte schon auf drastische Weise die Importmöglichkeiten reduziert. Außerdem ist die Sicherheit in Mali und des Niger derzeit so, dass die Ursprungsregion der Azawakhs derzeit sozusagen unzugänglich ist. Infolgedessen sind die Möglichkeiten, die genetische Variabilität der Rasse zu erhöhen, gegenwärtig fast unmöglich. Es ist also wichtig, eine ausreichende genetische Variabilität für die Zukunft des Azawakhs aufrechtzuerhalten, in dem man die größte Anzahl von seinen Vertretern mit richtige Morphologie zur Zucht zuläßt und besonders diejenigen Exemplare, deren genetische Ausstattung weniger vertreten ist.
Es ist also unbedingt zu vermeiden, nun auch noch die Farben und die Ausdehnung der Weißzeichnung im Standard weiter zu beschränken, was eine  große Anzahl von Azawakhs von der Zucht ausschliessen würde. Es ist genau der Gegenteil, was man machen müßte.

Da der heutige Standard eine bestimmte Freiheit zulässt, hat der französische Klub SLAG, dem Wunsch von Einigen nachgegeben, restriktiver zu sein, und bereits den französischen Richtern ganz offizielle SCC "non-confirmation" Punkte zur Verfügung gestellt, das heisst manche Hunde nicht das Zuchtrecht erhalten, sowie manche zu Wettbewerben wie dem Coursing zum Beispiel, nicht mehr zugelassen werden.
WENN die Hüfthöcker tiefer liegen als der Widerrist (statt "deutlich tiefer liegen", was nicht ausschliessender Fehler im Standard ist); Ausgedehnte weiße Abzeichen, weiße halskrause, Stomung anders als schwarz; Nasenschwamm und Schleimhäute anders als schwarz; (ausser anderen), obwohl diese Punkte keine ausschliessenden Fehler im derzeit gültigen Standard sind.
Angenommen, daß man wirklich ein zu grossen Ausdehnung der Weißzeichnung in der Rassepopulation befürchtet, was unter Berücksichtigung des geringen Interesses an einem hohen Weissanteil wahrscheinlich nicht vorkommt, könnte die Beschreibung der Farbe, die der Scheckung betrifft, dahin gehend präzisiert werden, daß eine beschränktere Ausdehnung der Weißzeichnung vorgezogen werden soll (ohne die Abwesenheiten von Weiß an einer Gliedmaße oder an der Schwanzspitze auszuschließen). Das würde erlauben, diese beschränkte Scheckung zu privilegieren, die in der Rasse häufiger ist, ohne jedoch die Hunde mit mehr Weißanteil auszuschließen, die für die Erreichung des Ziels gesteigerter genetischer Variabilität der Rasse interessant sein könnten.
Es scheint auch richtig, aus denselben Gründen, die verschiedene Fellfärbungen zu akzeptieren, die durch wiederholte Studien in den Ursprungsländern beobachtet wurden und empirisch erfaßt und fotografisch und durch Videoaufnahmen dokumentiert sind (Doktorarbeit des Dr. Roussel von 1975, "Afrikanische Impressionen" von Ursula Arnold, "Der Azawakh" von Strassner & Eiles, Studie von Dr Gabriele Meissen und Anderen).

Leider widerspricht der neue Standardentwurf, der den Standard der Rasse und die Zuchtpraxis ändern könnte, dem Interesse der Rasse und ihrem zukünftigen Überleben.
In der Tat, aus den zuvor beschriebenen unterschiedlichen Gründen wird es weniger Geburten geben, weniger genetisch unterschiedliche Zuchttiere werden zur Verfügung stehen, ein umgekehrter Effekt der Ausdehnung der Weißzeichnung wird vorkommen und schließlich wird eine genetische Verarmung der Rasse eintreten :

- Die verantwortlichen Züchter, die sorgfältig die passendene Familie  und Eigentümer für einen Azawakh aussuchen, der kein Hund für alle Hände ist, haben es nicht leich,t für ihre Welpen gute Plätze zu finden. Die meisten Käufer sind Liebhaber der Rasse, die einen Hund möchten, mit dem sie an einigen Ausstellungen und / oder Rennen teilnehmen können. Die ansteigende Zahl von "nicht mehr standardgerechten" Welpen finden dann keine Käufer mehr. Wenn sie die Welpen bei der Geburt nicht umbringen lassen wollen, werden die Züchter sich nicht wagen, mit ihre Hunde zu züchten. Die beruhigende Rede gewisse Mitglieder des Komitees, die versichern daß ein Hund großer Qualität der aber zu viel weiß hätte (Halskrause) doch zur Zucht genehmigt werden könnte, hält nicht in sofern daß man über die große zukünftige Qualität eines neugeborenen Welpen, der zuviel oder zu wenig weiß hat, nichts vorhersagen kann !

- Die Züchter werden diese Risiken nicht auf sich nehmen wollen, um sich gute Plätze für ihre Welpen zu sichern, und benutzen dann nur noch hoch prämierte und geprüfte Rüden die mit Sicherheit nur wenig Weiss übertragen, was einen Flachenhalseffekt durch den Einsatz von Matadorrüden und weitere genetische Verarmung verursachen wird.
Die typischen Zuchthunde, die kürzlich mit dem Einsatz von aus den Usprungsländern importierten Azawakhs gezüchtet wurden und die eine höhere genetische Variabilität und Kraft bringen könnten, werden nicht mehr verwendet werden, um jegliches Risiko der "Nicht-Standard" Welpen zu vermeiden, die unverkäuflich wären. Das ist das Ende der ernsthaften und schweren Selektionsarbeit auf neue Genealogien, auf  Typ und die Gesundheit, von zahlreichen verantwortungsbewußten Züchtern.

- Die benutzten Zuchthunde werden das Minimum von Weiß haben und schließlich, in wenigen Jahren, werden die Züchter mit Würfen konfrontiert werden, wo bei der Mehrheit der Welpen an den verlangten Stellen weiße Pinsel und weiße Stiefel fehlen.

- Die benutzten Hunde werden deutlich ingezüchteter sein, weil  Heterogenität als Risiko (was zu einer Vielzahl von Typen, Farben und Scheckungen bringt) vermieden werden wird. Dies wird zu einem stark erhöhten Risiko für Homozygotie auf Mängel tragende Gene führen, mit anderen Worten Risiken  für genetischer Krankheiten, Immunschwächung und Mißbildungen steigern, ohne über Wesensprobleme sprechen zu wollen

* Ansonsten schließe ich mich an die Schlussbemerkung an !

Tableau mis à jour le 17/04/2011